Politiker, Ärzteschaft, Versicherte, Versicherer und
Medienschaffende sind in der Zukunft gefordert, wenn die
Ausgaben bezahlbar bleiben sollen; zusammen müssen Lösungen
gefunden werden für eine massvolle und bezahlbare
Ausgabenpolitik im Gesundheitswesen.Politiker:
- Erarbeiten von Bedürfnisklauseln bezüglich (Neu)
Zulassung von Aerzten
- Ausbildungscurricula für Grundversorger an Spitälern
fördern
- Förderung / Subventionierung der ärztlichen
Praxisassistenz
- (Spitalassistent lernt "Handwerk" beim Grundversorger")
- Ausweitung von Spitalambulatorien eindämmen
- ungünstigen Rahmenbedingungen entgegenwirken
- Hausarztmedizin nicht nur als Lippenbekenntnis fördern
- Arbeit der Grundversorger anerkennen und deren Bedeutung
aufwerten
- Leistungskatalog der Grundversicherung zurückhaltend
ausweiten, Subventionierungspraxis der Spitäler vereinfachen
- klare Definitionen über Wirtschaftlichkeit und
Wirksamkeit in der Medizin erarbeiten
- Abbau von Ueberkapazitäten in Spitälern
- Verzicht auf Subventionierung von Spital Ambulatorien
- Schaffung von Anreizsystem für massvollen Medizinkonsum
- Erarbeiten von Fallstatistiken mit Erfassung der
ambulanten UND stationären Kosten (Kostentransparenz/
Wirtschaftlichkeit)
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Hausärzte/innen als tragende Säule des Gesundheitssystems:
- Verbesserung der Arzt-Patientenbeziehung
- Integrative Sichtweise mit Einbezug des
socio-kulturellen-ethischen Hintergrundes
- Fokussierung auf den Menschen statt aufs Papier
- Fokussierung auf Prävention (Schularzttätigkeit,
Vorträge)
- Ausbau von Ärztenetzwerken
- Besuch von Qualitätszirkeln
- Aufrechterhalten eines regionalen Notfalldienstes
- Förderung der Hausarztmedizin
- Erarbeiten von Kapitationsmodellen
- Mit der Einführung des Tarmed haben die Grundversorger
ihre Aufgabe gemacht und die Kostenneutralität gemeistert.
Ihre Arbeit ist kostengünstig und hervorragend und sie sind
die zentrale Säule im Gesundheitssystem (H. Hanselmann)
Spitalärzte/innen:
- verbesserte Kommunikation von Spital zum (Haus-) Arzt
- massvollere technische Untersuchungen, mehr menschliche
Betreuung (Gesprächskultur)
- Invasive Eingriffe und Therapien sowie
intensivtherapeutische Therapien nur nach Rücksprache mit
Grundversorgern
- Chefärzte/leitende Ärzte sind kompetente Ausbilder von
zukünftigen Grundversorgern
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Patienten:
- massvolle Inanspruchnahme medizinischer Leistungen
- Verantwortung übernehmen bei eigenen Gesundheitskosten
- verminderte Begehrlichkeit
- Anschluss an Hausarztmodelle oder HMO Modelle
- Gebrauch von Generika
- Verzicht auf Aerztetourismus
- Hinterfragen von Routine Kontrollen/Untersuchungen in
Spital Ambulatorien
Versicherer:
- Reduktion der Verwaltungskosten, Ausgabentransparenz
- Erarbeiten kompetenter Grundlagen von Kostencontrolling
- Bereitschaft zur Managed Care Modellen
- partnerschaftliches Erarbeiten von neuen Wegen zwischen
Versicherern, Versicherten und Ärzten.
- Finanzierung von Hospitalisationen ausserhalb von
Akutspitälern
- nach neu zu definierenden Aspekten.
- Belohnung des Patienten mit bescheidenen Ansprüchen
- Vertrauensarzt voll nehmen, welcher direkt mit dem Arzt
in der Praxis kommuniziert
Patientenorganisation
verbesserte Informationen für Versicherte
Medienschaffende
- ehrliche Informationen
- ohne Sensationsvermittlung
- ohne Anheizung des Konsumverhaltens.
- stärkere Gewichtung von Prävention (Rauchen, Alkohol,
Drogen, Ernährung, Stress)
- mehr Beachtung der alltäglichen,
- "sensationslosen" und überall verfügbaren
Hausarztmedizin
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