
Bild: Notkerschulhaus an der
Lindenstrasse
Impfungen sind wirksame und kostengünstige Massnahmen. Dank der Impfungen konnte die Pocken
ausgerottet werden, die Kinderlähmung verlor ihre
Schrecken, weitere Krankheiten können verhütet werden.
Trotzdem treten grössere Ausbrüche von Masern (auch in der Schweiz) auf!
Will man diese Krankheit
eindämmen, müssen Vorsorge Impfungen
vollständig durchgeführt werden. Auch wenn
die Impfungen freiwillig sind, sollten
möglichst alle Jugendlichen geimpft sein. Damit kann die Ansteckung, Weiterverbreitung und Komplikationen gefährlicher Infektionskrankeiten verhindert werden.
Foto: G. Graf

Schüler(INNEN)impfungen
im Notkerschulhaus durch
den Schularzt Dr.G.Heeb;
er überprüft, ob der Impfschutz aller Schüler/innen
vollständig ist.
Dies trifft zu, wenn insgesamt
(am Endes des 8. Schuljahres)
- 6 mal gegen Starrkrampf/Diphtherie/Keuchhusten
(Di/Te/Pert)
- 5 mal gegen Kinderlähmung
(Poliomyelits/Poloral/ Sabin)
- 2 mal gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR //
Triviraten// Pluserix // Priorix
- (2 -) 3 mal gegen Hepatitis B (Engerix (20) //
Heprecomb // Gen H-B Vax // Twinrix))
- für Jugendliche ohne durchgemachte Windpocken:
2 Impfungen gegen Varizellen
- 3 mal gegen HPV Virus Infektion (Gebär mutterhalskrebs)
geimpft worden ist (Basisimpfungen). Die Grundversicherung übernimmt die
Kosten für diese Impfungen. (VO KLV12,f).
Infos im web: schweiz. Impfplan 2008
Ausserdem können ergänzend Impfungen empfohlen werden gegen:
- FSME (Hirnhautentzündung druch Zecken übertragen)
für Kinder ab 6 Jahren, welche sich häufig in FSME
Gebieten aufhalten oder Bewohner in FSME Gebieten (wie
zum Bsp. Mörschwil)
- bakterielle Meningitis (C)
für Jugendliche mit gewissen Erkrankungen, für
Rekruten, Pflegepersonal und für alle, die einen
optimalen Impfschutz wünschen
Infos im WEB
Masern Mumps Röteln
Varizellen
Hepatitis B (und A)
Hepatitis B (OSIR)
Zecken (Impfung)
mit Wohnsitz in Mörschwil Reiseimpfungen (OSIR)
Dr.G. Heeb sieht die Impfbüchlein der Schüler durch
und kontrolliert sie auf die Vollständigkeit,
teilt den Eltern mit, welche Impfungen beim Hausarzt resp. Schularzt nachgeholt werden
und orientiert die Schüler über Infektionen und über Impfungen klassenweise, wobei individuelle Fragen von Seiten der Schüler beantwortet werden .
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DOWNLOADS für
Lehrer , Schüler , Eltern
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter routinemässigen Impfungen für
Jugendliche von 11 bis 15 Jahre?
Dies sind die Impfungen gegen Starrkrampf, Diphtherie,
Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern-Mumps-Röteln und
Hepatitis B. *Routinemässige* Impfungen sind für alle
Jugendliche und Erwachsene empfohlene Impfungen.
Was versteht man unter speziellen Impfungen?
Dies sind Impfungen, welche für spezielle Situation
(erhöhtes Infektionsrisiko durch Risikosituationen)
empfohlen werden. Hier einige Beispiele:
- Zeckenhirnhautentzündung bei sportliche Aktivitäten
(Vitaparcours), Freizeitaktivitäten (Beerensammeln,
Jäger) in zeckenbefallenen „Endemie“ Gebieten in der
Schweiz (Mörschwil!) und in Mittel- und Osteuropa
- Typhus, Hepatitis A, Gelbfieber bei gewissen
Auslandaufenthalten
- Impfungen gegen Meningitis durch "Meningokokken",
Tuberkulose, Grippe, Tollwut, Windpocken sind nur nach
einem Gespräch mit Ihrem (Haus)Arzt angezeigt.
Warum sollen sich Jugendliche impfen lassen?
Weil die Impfung der einfachste und beste Schutz gegen
gewisse ansteckende Krankheiten ist. (Starrkrampf!,
Kinderlähmung!, Röteln!, Masern!, weitere!!). Damit lassen
sich nicht nur die Krankheiten selbst sondern ebenso auch
Ihre Spätfolgen verhüten (Deformitäten bei der
Kinderlähmung, Schädigung von ungeboren Kindern bei Röteln,
Verhinderung von Lebercirrhose und Leberkrebs bei Hepatitis
B ). Auch wird die Krankheit weniger häufig weitergegeben
(Masern). Es ist deshalb von grosser Bedeutung für die
eigene Gesundheit wie auch für Übertragungshäufigkeit der
Krankheit, dass möglichst viele Leute geimpft sind. In
letzter Zeit haben wir gesehen, dass bei ungenügender
Durchimpfung Krankheiten wie die Kinderlähmung, Masern
(Italien!) und Diphtherie (Sowjetunion!) zunehmen.
Informationen sind aus dem Netz unter
www.SichImpfen.ch erhältlich. Für die Eltern und
Jugendliche empfiehlt der Schularzt ein beratendes Gespräch
mit dem Hausarzt (oder Schularzt), falls Probleme und Fragen
auftreten.
Kann man heutzutage gegen Hepatitis B etwas machen?
Meide prinzipiell Situationen, wo das Virus übertragen
werden kann
und (oder) lasse Dich dagegen impfen durch zwei bis drei
Impfungen innerhalb von 6 Monaten.
Aus welchen Gründen empfiehlt das Bundesamt für
Gesundheit diese Impfung für mich?
Das Ansteckungsrisiko durch Hepatitis B ist am grössten
bei Personen zwischen ca. 15 und 35 Jahren. Dies hängt damit
zusammen, dass in dieser Altersgruppe die Hepatitis B durch
(ungeschützte) sexuelle Kontakte (und durch Drogenkonsum) am
häufigsten erworben wird.
Somit erhofft sich das Bundesamt für Gesundheit, durch
eine Empfehlung dieser Impfung auf das Ende der
obligatorischen Schulzeit hin, Dich als Jugendliche(n)
einerseits wirksam vor Hepatitis B zu schützen und
andererseits langfristig die schwerwiegenden Folgen der
Hepatitis B (wie die Lebercirrhose und Leberkrebs) zu
verhindern.

Foto: G. Graf, Eggersriet |
Wie kann man sich mit dem Hepatitis B Virus anstecken?
- Durch Geschlechtsverkehr mit Hep. B Virus infizierten
Partner/innen
- durch engen Körperkontakt mit Hep. B infizierten Leuten
- Gebrauch von Zahnbürsten/Rasierapparat einer infizierten
Person
- durch Drogenkonsum mit unsterilen Nadeln, Tätowierung,
Piercing mit unsterilen Utensilien
- selten bei Blutwäsche, bei Bluttransfusionen
- Bei der Geburt, wenn die Mutter Virusträgerin ist
- Bei Medizinalpersonen durch Nadelstiche /Schnitt-verletzungen
/ Spritzer von Körperflüssigkeiten auf Schleimhäute
Merkt man, falls man sich mit dem Hepatitis B Virus
angesteckt hat?
Häufig nicht, wenn man (nur) Träger des Virus bist. Man
kannst das Virus weitergeben, ohne davon etwas zu wissen.
Erkrankt man an Krankheitssymptomen nach 1 bis mehreren Monaten
(wie Gelbsucht, weitere), erlaubt ein Bluttest des Haus Arztes
die Diagnose.
Bezahlt die Grundversicherung der Kasse die Impfungen?
Ja! .
Kommentar für die Eltern: Sollen Sie Ihr Kind gegen die
empfohlene Hepatitis B (+A) nun impfen lassen oder nicht?
- Zur Hepatitis B:
„Liebäugelt“ Ihr Kind mit einem Beruf im Gesundheitswesen
(Krankenschwester/-Pfleger, medizinische Praxisassistentin,
Erzieher/in, Dentalhygieniker/in), so rate ich unbedingt zur
Impfung. Falls Sie unschlüssig sind, rate ich Ihnen
ebenfalls zu dieser Impfung im Anschluss an ein
orientierendem Gespräch mit Ihrem Kind oder und mit Ihrem
Arzt/Schularzt.
- Zur Hepatitis A:
Falls Reisen in(sub) tropische Länder anstehen, kann sich
Ihr Kind via (Trink)Wasser und via Speisen anstecken. Der
Impfstoff gibt einen guten Schutz.
Wer soll sich gegen Hepatitis B impfen lassen?
Alle Jugendliche, welche noch nicht 2-3 Impfungen erhalten
haben. Besonders gefährdete Personen:
- Drogenkonsumenten mittels unsauberen Nadeln
- Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern
- Berufe im Bereich der Medizin, Zahnmedizin und der
Polizei, Heimbetreuer, Sozialarbeiter, Pflege (Kontakt mit
Körperflüssigkeiten)
- seltener nötig bei: Neugeborene von Hep. B positiven
Müttern Dialyse(künstliche Niere), Hämophiliekranke
(Bluter), (Langzeit)reisen in Länder mit grosser Verbreitung
des Hep. B)
- Prostitution
Braucht es einen Impfschutz gegen Masern Mumps und Röteln?
Ja, will man die Virusübertragung bei Masern unterbrechen,
müssen mehr als 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung dagegen
geimpft sein! Sind weniger als 80 bis 90% geimpft, kann die
Erkrankung durchbrechen! Wir haben dies deutlich bei der
Masernepidemie in Italien 2002 gesehen.
Warum 2 mal gegen Masern (und Mumps / Röteln) impfen
Damit im Körper genügend Anitkörper hergestellt werden
Weitere Fragen an den Schularzt
falls Du als Schüler/in mit dem Schularzt über gesundheitliche Probleme
wie
- Körpergewicht /Essgewohnheiten
- Nikotin
- körperliche Veränderungen
- Sexualität
- Verhütung
- Vermeidung übertragbarer Krankheiten
- Akne
- weitere
sprechen willst, kannst Du bei
Dr. G. Heeb oder bei
Frau Dr. M. Artho einen Termin abmachen.
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